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04.09.2012

Räderfahrzeuge - Es geht in die Erprobungsphase

So, nun ist es endlich soweit, morgen geht es los. Ich bin fast noch gespannter als meine Schüler, die schon längst Bescheid wissen, weil sie ja Material sammeln mussten. Worauf bin ich gespannt? Hm, ich glaube zu allererst einmal, ob das was ich geplant habe, für den Unterricht taugt. Es handelt sich also um eine Erprobungsphase. Drückt mir die Daumen!

Natürlich ist für mich auch interessant, ob meine neue Lerngruppe mit der Projektarbeitsform zurechtkommt, die ja doch sehr offen ist und ein gewisses Maß an Selbststeuerung erfordert. Für meine alte Lerngruppe, die ich seit der zweiten Klasse hatte, war das kein Problem, da wir mit Kleinformen begonnen hatten, um uns dann in Klasse 4 zusammen mit unserer Referendarin an große Projekte zu wagen.

Da ich meine jetzige 3. Klasse erst zu Beginn des Schuljahres übernommen habe und das Thema "Räderfahrzeuge" jetzt ansteht, ist mir diese Möglichkeit leider nicht gegeben. Dennoch ist das Thema zu schön, um es mit Arbeitsblättern durchzukauen und den Kindern den Spaß am Planen und Werkeln zu nehmen, weil man sie damit gängelt, die Arbeitsblätter auszufüllen.

Ich denke (oder hoffe), dass die Kinder mit diesem Projekt gut zurecktkommen werden, weil es sowohl Offenheit bei der Planung als auch ein gewisses Maß an Lenkung und Vereinheitlichung bietet, da alle Kinder dasselbe Ziel haben. Man könnte daher auch von einem "Mini-Projekt" oder der "Anbahnung der Projektarbeitsform" sprechen, welche sich - im Normalfall - durch ihre fast vollkommene Öffnung der Methoden/Präsentationsformen/Produkte und Planung/Selbstverwaltung durch die Schüler kennzeichnet.


In meiner Aufgabe als Moderator habe ich daher heute meine unterrichtlichen Planungspflichten wahrgenommen und schon einmal meinen Unterricht auf Karteikarten geplant (was ich nicht immer mache, sondern nur dann, wenn ich ein größeres Projekt oder etwas Neues beginne) und die Mindmapevorlage gestaltet, die später in der Klasse hängen soll.


18.05.2012

Bildcollage Mittelalterprojekt

Hier eine kleine Zusammenstellung der Bilder, dich ich während unserem Projekt geschossen habe. Meine Referendarin hat ihre Prüfung mit wehenden Fahnen bestanden, natürlich nicht zuletzt wegen der Kinder, die super mitgearbeitet haben.


09.05.2012

Mittelalterprojekt

Ritter Kunibert
Willkommen im Mittelalter!
So hieß es vor zwei Wochen zum Start des Mittelalterprojekt in meiner 4. Klasse. Da ich selbst großer Mittelalter-Fan bin, lag es natürlich nahe selbiges etwas ausführlicher zu gestalten. Zu schade wäre es gewesen, so ein tolles und motivierendes Thema in einer Flut von Arbeitsblättern ersticken zu lassen, welche dann irgendwann erst in der Versenkung verschwinden und anschließend fünf Jahre später im Hausmüll landen. Mittelalter, Ritter und Burgen ist eines jener Themen, das an sich schon ein sehr hohes, intrinsisches Motivationspotential hat. Es fasziniert und fesselt und lädt zu mehr ein!



Mittelalterkleider
Wir, das heißt, meine Referendarin und ich, hatten uns schon vor Beginn der Reihe dazu entschlossen, dieses Thema in Form des Projektunterrichts durchzuführen. Die Unterrichtsmethode Projektarbeit ist meiner Klasse bereits durch ein vorangegangenes Projekt zum Thema "Feuerwehr - Wir sind Feuer und Flamme" bekannt, ebenso wie die darüber hinaus erforderlichen Einzelmethodenkompetenzen wie Partner- und Gruppenarbeit, Plaketgestaltung, Vorträge halten, Informationssuche in Büchern und Internet, etc.



Unsere Arbeitsphasen:
1. Wir suchen unser Thema (durch Stoffverteilungsplan vorgesehen)

2. Wir überlegen uns Fragen zum Thema und finden gemeinsame Interessen zur Gruppenbildung
- Think-per-Share-Methode
- Mindmapping an der Tafel
- Gruppenbildung

3. Erste Planungsphase:
- Welche Lernziele haben wir?
- Wo finden wir Informationen zu unserem Thema?
- Wir suchen Informationen

4. Zweite Planungsphase:
- Wie präsentieren wir unser Thema?
- Welches Material brauchen wir für unsere Präsentationsform?
- Wer übernimmt welche Arbeitsschritte?
- Wir gestalten unserer Präsentation (+ Handout/Handzettel für Mitschüler)

5. Präsentationsphase
- Vorstellung der Präsentationen und Produkte
- Bewertung der Präsention durch Mitschüler


Folgende Themen interessieren meine/unsere Schüler:
Aufbau einer Ritterburg, Leben auf der Burg, Leben als Ritter, Waffen, Rüstungen, Kinder im Mittelalter, Krankheiten im Mittelalter

Diese Methoden wurden gewählt:
1x Powerpoint-Präsentation, 2x Lapbook, 2x Plakat, 1x Rollenspiel, 1x Modell einer Ritterburg



(Sobald vorhanden, werde ich Fotos von den Produkten/Präsentationen einstellen.)

Reihentransparenz

Und genau das war unser Ziel, einen lebendigen schüler- und produktorientierten Unterricht zu gestalten, der durch die Interessen und Ideen der Kinder gestaltet wird. Das erfordert besonders im Vorfeld viel Planungsarbeit (Phasenplakate, mögliche Themenantizipierung, Lerntagebücher gestalten, Anleitungen und Kriterien für Präsententionsformen erstellen, ...). Diese Arbeit, einmal gemacht, kann bei jedem Projekt erneut verwendet werden.

An dieser Stelle möchte ich einmal Pia, meiner tollen Referendarin danken, die mit der Erstellung der Materialien natürlich den absoluten Hauptteil der Arbeit getragen hat. Ich habe lediglich meine Klasse zur Verfügung gestellt, ein paar Materialien und einige Tipps und Planungsideen. Damit ihr euch ein Bild über das Projekt machen könnt, hier einige Impressionen:


Ansichtsmaterial Schilde
Ansichtsmaterial Kleidung
Ansichtsmaterial Rüstungen

Ansichtsmaterial Waffen
Ansichtsmaterial Kleidung/Gedeck


Unsere Leseck